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Herzlich willkommen bei Brot für die Welt im Oldenburger Land

Projekte für das Oldenburger Land

Aus der großen Zahl der weltweit von Brot für die Welt geförderten Projekte präsentieren wir hier einige, die wir für besonders beachtenswert halten. Sie stehen stehen stellvertretend für viele andere Projekte von Brot für die Welt.

Togo
Mit heimischen Lebensmitteln vielen helfen

Wenn alte Gewissheiten auf den Kopf gestellt werden, hat es Entwicklungshilfe schwer. Normalerweise gilt, das Produkte umso teurer werden, je weiter sie transportiert wurden. Nicht so in Togo. Dort müssen sich Kleinbauern mit ihrem Gemüse und der heimischen Hirse gegen Billig-Weißbrot und andere Weizenprodukte behaupten. Auch importiertes Sonnenblumenöl wird für einen Preis angeboten, der um fast die Hälfte günstiger ist als das hochwertige togolesische Palmöl.
Möglich werden solche Preise durch großzügige Subventionen für die industriealisierte Landwirtschaft in Herkunftsländern der EU oder USA.
Dabei haben unsere heimischen Produkte mehr Nährstoffe, berichtet die OADEL. Bei Konserven aus dem Ausland ist der Tomatenanteil oft sehr gering. Der Rest sind Mais, Zucker und Zusatzstoffe. Heimisches Tomatenmark besteht dagegen fast vollständig aus dem vitaminreichen Gemüse.
Dann rechnet die Organisation zur Förderung der kleinbäuerlichen Landwirtschaft vor, wie viel mehr Menschen dabei Arbeit und Auskommen finden. Deswegen fördert die Organisation den Anbau, die Verarbeitung und Vermarktung heimischer Produkte. Brot für die Welt unterstützt das großartige Selbsthilfe-Projekt in Togo.

Indonesien
Mit Kakao glücklich werden

Wenn wir einen Becher Kakao anrühren, oder eine Schokolade anbrechen, machen wir uns oft wenig Gedanken, woher die Rohstoffe dafür kommen. Auf den Inseln Java und Sumatra leben viele Kleinbauern vom Anbau der Bäume mit den gelben Spaltkapsel-Früchten. Wenn die Ernte zu gering ausfällt oder viele Pflanzen kaputt gehen, ist guter Rat teuer.
Mit Hilfe von Brot für die Welt sind in den vergangenen Jahren viele Kleingenossenschaften entstanden, deren Mitglieder gemeinsam sparen und sich gegenseitig Kredit geben. Betreut werden diese Gruppen von PETRASA. Die Organisation gibt Tipps zur Buchhaltung und lehrt ökologischen Anbau, damit die Kleinbauern von teuren Dünger- und Pestizidkäufen unabhängig werden. An vielen Orten haben die Genossenschaften die Nachzucht junger Kakaopflanzen in die Hände erfahrener Dorfbauern gegeben. Denn bei ihnen steht Nachhaltigkeit im Mittelpunkt. Natürlich freuen sich auch die Kinder der Kakaobauern, wenn sie dann und wann mal ein Glas Kakao bekommen.

Kamerun
Ins Leben helfen

FRAUEN - „Früher starben in unserem Dorf manchmal innerhalb eines Monats zwei Frauen während der Geburt oder an deren Folgen“, erinnert sich Wongeh Happiness Bindeh. Das hat sich zum Glück geändert, seit dort vor einigen Jahren mit Unterstützung der Baptisten ein Gesundheitszentrum errichtet wurde. „Ich habe mich damals als Hebamme beworben, weil ich Leben retten wollte. Viele Gebärende waren in einer verzweifelten Situation“, sagt Happiness rückblickend. In einem achtwöchigen Kurs lernte sie das Wichtigste über Schwangerschaften und mögliche Komplikationen, aber auch über gesunde Ernährung und Hygiene. „Heute sterben kaum noch Frauen bei oder nach der Geburt“, freut sich Happiness.

Jetzt sollen weitere Gesundheitszentren entstehen. Zusammen mit engagierten Frauen aus den Dörfern werden die Frauen vom Beginn der Schwangerschaft betreut. Später sorgen die Gesundheitshelferinnen auch dafür, dass die Kinder gesund bleiben. Die Babys werden geimpft, die Mütter erhalten Ernährungstips und erfahren, wie wichtig Hygiene für das Überleben der Kinder ist. Mehr Informationen zum Projekt

 

 

Kenia
Traditionelle Nährstoffe wiederentdeckt

Traditionelle Kulturpflanzen sind dürreresistent
Die traditionelle Hirseart Sorghum vom Feld von Rose Siriveyi liefert zusammen mit verschiedenen Gemüsen viele Nährstoffe und Spurenelemente.

 

Die Ernten von Mais und Weizen sind vielleicht ertragreicher, auf Dauer sind sie zur Ernährung aber zu einseitig. Und wenn Dürre und Bodenerosion den Ernteerfolg schmälern, ist guter Rat willkommen. In den Bergen rund um den Kenianischen Victoriasee verteilen Quäker zusammen mit Brot für die Welt Samen des traditionellen Sorghum. Die Hirseart gedeiht auf kleinen Feldern hervorragend. Denn sie ist wegen einer Wachsschicht auf den Blättern dürreresistent. Seit die Kleinbauern und Bäuerinnen weitere heimische Nahrungspflanzen wiederentdeckt haben, ist ihr Speisezettel abwechslungs- und nährstoffreicher geworden. In Schulungen werden Tipps und Kniffe für den Anbau und die Zubereitung weitergegen. Mit Erfolg: Mangelerscheinungen bei Kindern sind zurückgegangen. Teilnehmende Familien erwirtschaften genug, um ihre Kinder zur Schule schicken zu können. 

Brot für die Welt unterstützt die Selbsthilfe der Kleinbauern, weil damit Anbaumethoden weitergegeben werden, die ans Klima angepasst sind. Sie können mithelfen: Für 20 Euro lässt sich Hirsesaat für einen ganzen Hektar beschaff

Brasilien
Gesund durch bessere Ernährung

In den Kindergärten und Schulen der Kleinstadt Canguçugibt es für Kinder aus armen Familien viel Obst und Gemüse aus biologischem Anbau. Brot für die Welt-Partner CAPA half, ein Netzwerk aufzubauen, dass Kindergärten und Schulen mit frischen Lebensmitteln versorgt. Durch die nährstoffreiche Ernährung sind die Kinder nun gesünder.
Die Zusammenarbeit nützt auch den Kleinbauernfamilien der Region, denen die Abnahme ihrer Produkte sicher ist. Früher, als die Bauern Saatgut und Dünger teuer von Agrokonzernen kauften, konnte es vorkommen sie für ihre Ernte nur einen Spottpreis bekamen. Kleinbauern, die sich von den Monokulturen abwenden, sind der Armut entkommen.
Sie können weiteren Familien helfen: Obstbaumsetzlinge für zwei Kleinbauern kosten 38,- Euro. 

El Salvador
Eine Chance für Jugendliche aus Problemvierteln

Claudia Pena ist 23 Jahre, Mutter einer eineinhalbjährigen Tochter und Witwe. Ihr Mann hatte versucht, die Familie mit Kleinkriminalität zu finanzieren. Er wurde bei einer Razzia im Armenviertel Mejicanos von der Polizei erschossen. Nach seinem Tod traute sich die junge Frau kaum aus dem Haus. „Aber irgendwie muss ich meine Tochter ja durchbringen,“ erklärt sie. Also beschloss Claudia das Stipendium von SSPAS, den Partnern von Brot für die Welt anzunehmen. Es ist ein neues Leben! Das Lernen macht Spass und Claudia hofft, sich später mit einer eigenen Bäckerei selbständig machen zu können. Dafür müssen die Kursteilnehmer backen, Mengen und Preise berechnen. Nur dann hat das kleine Geschäft der jungen Witwe eine Zukunft.

Menschen, die sich als Teil der Gesellschaft fühlen und etwas beitragen, können der Versuchung zur Kriminalität widerstehen. Mit Ihrer Spende helfen Sie jungen Leuten wie Claudia eine ordentliche Arbeit zu finden, womit sie zum Auskommen ihrer Familien beitragen.

Honduras
Lernen, lachen, träumen

Der Freitag ist für Sesia, Genesis und Maicon der schönste Tag der Woche: Nach dem Unterricht kommt Sergio, ein Freiwilliger von AyO, in ihre Schule. Dann wird gespielt und gemalt, getanzt und gelacht. Mit ihren Eltern und Geschwistern lebt die Zwölfjährige Genesis in einer Armensiedlung am Rande der Hauptstadt. „Das Leben hier ist Wahnsinn“, sagt Mutter Antonia. „Die Leute haben nicht genug zu essen, die Gewalt ist gigantisch, die Männer trinken …“ Viele Familien leben vom Verkauf von Plastikflaschen, Blechdosen und Pappen, die sie aus dem städtischen Müll gezogen haben. Im Armenviertel von Tegucigalpa setzt sich AyO für Bildung und Gesundheit, die Achtung der Kinderrechte und mehr Geschlechtergerechtigkeit ein. „Die Organisation hat unser Leben komplett verändert“, sagt Antonia Almendras. 

Togo
Friedensengel

Am Anfang steht das Wort "Paix". Gemalt, gesungen, gelesen und geschrieben von Kindern in Togo. Die vier Buchstaben stehen für viele Geschichten über Streit und Versöhnung. Denn die Kinder wollen keine Konflikte, sondern Harmonie. "Sie wissen inzwischen auch, wie man Frieden erzeugt“, sagt Abra Abotsi, Erzieherin im christlichen Kindergarten von Kpalimé. Das Land der kleinen Friedensengel, liegt im Westen Afrikas. Der kleine Staat am Golf von Guinea ist eines der ärmsten Länder der Welt: Jeder dritte Einwohner lebt von weniger als 1,25 US-Dollar pro Tag. Nach fast vier Jahrzehnte Militärdiktatur gibt es immer noch Folter und Misshandlungen von Häftlingen, defizitäre Rechtsprechung, Korruption und politische Mitsprache fehlt. Die Kinder in einem von „Brot für die Welt“ geförderten Modellprojekt lernen, dass man tolerant zusammenleben kann, und dass sich Konflikte gewaltfrei lösen lassen. Die Kinder haben diese Botschaft verinnerlicht und tragen sie in die Familien. Das verändert auch die Eltern, die als Soldatenkinder unter der Militärdiktatur aufwuchsen.

Ihre Spende kommt an!

Durch Ihre Spende an Brot für die Welt helfen Sie Menschen, sich und ihren Familien eine bessere Zukunft aufzubauen. Brot für die Welt fördert die Arbeit von einheimischen, oft kirchlichen Partnerorganisationen. Die kennen die Situation vor Ort am besten und wissen genau, was die Menschen brauchen. So können Sie sicher sein, dass Ihre Spende bei den Bedürftigen ankommt!

Spenden

Spendenkonto
Bank für Kirche und Diakonie
IBAN: DE10 1006 1006 0500 5005 00
BIC: GENODED1KDB

Kontakt

Frerk Hinrichs
Referent für Brot für die Welt im Oldenburger Land
Tel: 0441-21001-14
frerk.hinrichs@ diakonie-ol.de

Millicent Botsio

Millicent Botsio
Referentin für Brot für die Welt
in der Ev.-Luth. Kirche in Oldenburg
und der Ev. reformierten Kirche
Tel.: 0441 21001-496
millicent.botsio@diakonie-ol.de

Brot für die Welt

Seit vielen Jahrzehnten leistet Brot für die Welt in den Ländern des Südens Hilfe zur Selbsthilfe.

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